Landwirt holt Schwangere aus eingeschneitem Ort
Doch dass am Ende bei der Geburt alles gut verlaufen konnte, daran hatten zahlreiche Helfer eine Aktie. Am Nachmittag des 25. Dezembers hatte Lennard Otto deutlich gemacht, dass er die Zeit nun langsam für gekommen hält, sich seinen Eltern Michael Hesse (26) und Elisabeth Augustin (22) persönlich vorzustellen. Was er freilich nicht wusste. Die starken Schneefälle in der Nacht zum ersten Feiertag hatten dafür gesorgt, dass man mit dem Auto weder in den kleinen Ort Lochwitz gelangte, noch ihn verlassen konnte. "Ich bin schon am Vormittag bis zum Bauch im Schnee versunken", sagt Michael Hesse.
Show und Fettbemmen für die Fans
Nein, Sven und Gilli wohnen nicht in fernen Ländern, obwohl sie so etwas wie Exoten sind. Jeder glaubt sie zu kennen oder etwas über sie zu wissen. Doch nur Freunde haben je mit ihnen auf der heimischen Couch gesessen. Und das soll auch so bleiben. "Unser Privatleben geht keinen was an", sagt Gilli, 35, und gelernter Klempner. Obwohl er einmal, ganz am Anfang des Gesprächs, sagt: "Wir sind Ingenieure." Da hat er vielleicht nicht ganz Unrecht. Denn gebe es so etwas wie einen Ingenieur für Unterhaltungskunst, der Titel müsste den beiden vom Duo "Elsterglanz" ehrenhalber verliehen werden. Fast 40000 Besucher sahen in diesem Jahr die 38 Auftritte der beiden. Allein mehr als 4000 davon kamen zu den drei Vorstellungen in der Eisleber Tennishalle.
Wie sie sich selber sehen? "Ja, was sind wir eigentlich?", fragt Sven. Und sinniert. Ohne allerdings zu einem Ergebnis zu kommen. "Die Leute sollen einfach nur Spaß haben. Dann haben wir ihn auch", sagt er. "Die Magie muss stimmen." Wobei dass mit der Magie so eine Sache ist, wie Gilli weiß.
Denn an seine Jeanette, die im Netto an der Kasse sitzt, kommt er nicht ran. Netto-Verbot, Deutschland weit. Also flugs das Buch "Schwarze Magie leicht gemacht" zur Hand genommen und nach Wegen gesucht. Aber wieso eigentlich beschreiben wollen, was Zehntausende in diesem Jahr gesehen haben. Erstens ist die Tour vorbei und zweitens lässt sich das Programm "Die Brutalität im Weltall nimmt zu" genau so wenig beschreiben, wie man Gras wachsen hört. Man muss es einfach nur erlebt haben.
Dabei wollten Sven Wittek (39) und Gilbert Rödiger (35), die sich "schon ewig" kennen, eigentlich mal mit Freunden als Rockband auf der Bühne stehen. Doch irgendwie kam es anders. "Wir haben schon immer mal rumgeblödelt", erzählt Gilli. Und zu Weihnachten gab es für die Freunde eine Tonbandkassette mit schrägen Geschichtchen. "Das hatte aber noch nichts mit Elsterglanz zu tun", sagt Sven. Das mit den Späßen ging auch dann weiter, als beide der Arbeit wegen 1997 nach Wiesbaden zogen. Aus Kassetten wurden CDs. Aber immer nur Weihnachten. Und immer nur zehn Stück für die guten Freunde. Doch irgendwie müssen die Tonträger ein ungeahntes Eigenleben entwickelt haben. Dank Internet schien bald die halbe Welt "Elsterglanz" zu kennen. Wer als erster meinte, sie sollen doch mit ihren Sachen auf die Bühne gehen, weiß keiner mehr. Aber beide sträubten sich viele Jahre heftig. "Wir haben uns das einfach nicht vorstellen können. Wenn du im Studio sitzt, kannst du alles, was dir nicht gefällt, wieder löschen. Aber live muss es ja passen", erzählt Sven.
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Erkundungen in der Tiefe
Eine akute Gefahr, dass es zu weiteren Erdeinbrüchen komme, sehe er nicht. In der Klubhausstraße hat man zunächst eine Teufe gesetzt. Von dort arbeitet man sich Stück für Stück voran. "Das ist alles sehr aufwändig", sagt Aribert Schneider. Großartig Technik komme dabei nicht zum Einsatz. Mit Hacke und Presslufthammer gehe man in etwa sechs Meter Tiefe vorsichtig vorwärts. Das lose Gestein wandert in einen Container, die frei gelegten Bereiche würden sofort mit Stahlprofilen gesichert, so Schneider.
Flucht in die Karibik
Die Erinnerung an den letzten Winter dürfte bei vielen Menschen noch lebendig sein. Wochenlang quälten uns Minusgrade. Was eine zeitlang wohlige Wintergefühle vermittelt, zehrt, wenn es allzu lange dauert, an den Nerven. Deswegen sollte man sich jetzt schon nach günstigen Flugreisen in jene Gefilde umschauen, in denen nicht Schnee noch Eis warten, sondern Palmen, Strand und Sonnenschein.
Exotische Perlen, nicht nur am Strand
Was bietet sich da eher an, als ein Trip in die Karibik: Blauer Himmel, weiße Sandstrände, exotische Landschaften und lebensfrohe Menschen: All das hat die Karibik reichhaltig im Angebot. Dabei sind die zahlreichen Inseln sehr unterschiedlich, jede ist auf ihre eigene Art eine Perle der Südsee. Eines aber ist allen gemeinsam: Dank des tropischen Klimas herrschen das ganze Jahr über sommerliche Temperaturen.
Und es muss nicht immer nur Strand sein. Viele karibische Inseln laden auch zu Trips ins Landesinnere ein. Hier wartet auf den Reisenden der Regenwald mit seinen Wasserfällen und seiner farbenprächtigen Flora und Fauna.
DDR-Auswahl schlägt Weltmeister
Ursprünglich war das deutsch-deutsche Duell schon im November 1990 angesetzt gewesen, als ebenfalls in Leipzig der Deutsche Fußball-Verband der DDR (DFV) aufgelöst wurde und in den Deutschen Fußball-Bund (DFB) aufging. Doch große Sicherheitsbedenken - bei Krawallen in ostdeutschen Stadien war damals sogar ein Fan durch eine Polizeikugel ums Leben gekommen - verhinderten das Duell.
Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts, beim WM-Triumph in Italien im Trainerstab von Teamchef Franz Beckenbauer, durfte dieses Mal für seinen verhinderten Ex-Chef das DFB-Team coachen. Immerhin neun der 22 Weltmeister von damals hatten den Weg in die Leipziger WM-Arena gefunden - verstärkt wurden sie von sechs weiteren Ex-Profis um Europameister Thomas Helmer. Auf der Gegenseite hatte der letzte DDR-Auswahlcoach Eduard Geyer gleich 23 Akteure zur Verfügung, die den rund 15 400 Fans nochmals einige Kunststücke zeigten.
Zum 293. und letzten Länderspiel der DDR am 12. September 1990 in Belgien (2:0) hatte Geyer nur noch 14 Akteure zusammenbekommen. «Damals waren 36 eingeladen, 22 haben abgesagt. Die Vereine haben viele Spieler einfach nicht freigegeben», erinnerte sich Geyer, der auch 20 Jahre später engagiert an der Seitenlinie agierte.
«Wir wollten alle Spaß an der Sache haben. Doch ein bisschen Ehrgeiz steckt auch noch drin, auch wenn die Beine nicht mehr so wollen», kommentierte Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann die auf 80 Minuten verkürzte Partie. So protestierten Rekordnationalspieler Matthäus und seine Mitspieler heftig gegen einen Elfmeterpfiff für Kirsten. Den Strafstoß schoss Marschall zum Ausgleich ein, bevor Kirsten selbst den Siegtreffer markierte.
Am Sonntag wird in einem Festakt in Leipzig nochmals auf 20 Jahre Fußball-Einheit zurückgeschaut, als Gast wird auch der Präsident der Europäischen Fußball-Union UEFA, Michel Platini, erwartet.
Für den scheidenden Nordost-Präsidenten Hans-Georg Moldenhauer ist das Zusammenwachsen «eine Erfolgsgeschichte», selbst wenn im Profibereich die neuen Länder mittlerweile eine bundesligafreie Zone sind und ostdeutsche Nationalspieler inzwischen die Ausnahme darstellen. «Man kann den Fußball nicht darauf reduzieren, wo eine Mannschaft gerade spielt», betonte Moldenhauer mit Hinweis auf die 4600 Vereine, 9 Eliteschulen und 15 sportbetonte Schulen im Osten.
Zehntausende Liter Säure sind weg
Die Polizei in Halle ermittelt wegen des Verdachts der umweltgefährdenden Abfallbeseitigung. Sprecherin Ulrike Diener bestätigt, dass man nach Prüfung von Firmenunterlagen davon ausgeht, dass die NMB 140 000 Liter Säure geliefert bekam. Ein beträchtlicher Teil davon sei auf dem Gelände am Helbraer Ernst-Schacht versickert. Seit dem Frühjahr waren das laut Diener zwischen 30 000 und 50 000 Liter. In der vorigen Woche waren die Behörden noch von lediglich 1 000 Litern ausgegangen. Bislang hat eine Entsorgungsfirma über 200 Tonnen säureverseuchtes Erdreich ausgebaggert und neutralisiert. Bei den Arbeiten laufe immer noch Säure nach.
Krughütte auf 10x15 Metern

Die schönsten Erntekronen in der Polleber Kirche gekürt
Der Männerchor "Vorwärts" aus Hettstedt hatte ein aus alten und neuen Liedern bestehendes Musikprogramm im Repertoire, das bei den Zuhörern sehr gut ankam. Die von Pfarrer Olaf Meyer zelebrierte Erntedank-Andacht wurde durch das gemeinsame rhythmische Singen mit den Gästen und dem schlichten Text: Wir sind eingeladen, unser Gastgeber ist Gott.

270 Jahre Friedeburgerhütte
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