Mittwoch, den 27. Juli 2011 um 07:26 Uhr

Bewährungsprobe in Pfeiffhausen

GERBSTEDT/MZ. Der Großbrand vom Mai auf dem Ziegenhof Pfeiffhausen ist für Klaus-Dieter Kürbis noch allgegenwärtig. Damals war es den Feuerwehren aus Gerbstedt, Adendorf, Ihlewitz und Thaldorf mit äußerster Anstrengung gelungen, ein Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Wohnhaus zu verhindern. "Wir waren ziemlich schnell vor Ort", erinnert sich der Stadtwehrleiter der Einheitsgemeinde Gerbstedt an einen seiner größten Einsätze überhaupt.

Kürbis, der vor wenigen Tagen als Ehrenbeamter auf Zeit verpflichtet wurde und damit offiziell sein Amt antrat, ist Elektromeister von Beruf. Anfang der 1990-er Jahre hat er sich selbstständig gemacht, nachdem er zuvor viele Jahre für den gesamten elektrischen Bereich der LPG Pflanzenproduktion Gerbstedt verantwortlich war.

Wieviel Zeit er nebenbei im Dienst der Feuerwehr verbracht hat, vermag er nicht zu sagen. Doch es kommt einiges zusammen. Als Junger Brandschutzhelfer hat der heute 53-Jährige noch während seiner Schulzeit bei den Blauröcken angefangen. "Es hat mich nicht mehr losgelassen", sagt er rückblickend, wobei er sich noch gut daran erinnert, wie er sein erstes Ziel, die Maschinistenqualifikation erreicht hat. Ist schon eine Weile her, auch seine Berufung zum Wehrleiter der Feuerwehr Gerbstedt liegt bereits 14 Jahre zurück. Mit seinen Mitstreitern sieht er sich dort in der glücklichen Lage, auf eine stabile Mitgliederzahl verweisen zu können. "Gerbstedt hat eine tatkräftige Jugendwehr", sagt er. Man habe sich immer um den Nachwuchs bemüht und versucht, schon die Allerjüngsten zu begeistern. Trotzdem ist auch in Gerbstedt die Personaldecke keineswegs so groß, dass man sich nicht für die Zukunft Gedanken machen müsste. "Weniger dürfen es nicht sein", kennzeichnet Kürbis die Lage.

In den Ortschaften der Einheitsgemeinde sieht es nicht anders aus. Die Sollstärken in den Feuerwehren reichen zwar auch dort überall noch aus. Doch Nachwuchs wird immer gebraucht. Auch junge Leute, die Verantwortung übernehmen wie beispielsweise Tim Vöhrigen. Der Chef der Feuerwehr Welfesholz gehört zu den jüngsten Wehrleitern weit und breit. Oder Henrik Lampe, 23 Jahre alt, und erst vor kurzem zum stellvertretenden Wehrleiter in Freist berufen. Oder Ralph Dockhorn, stellvertretender Stadtwehrleiter in Gerbstedt. Über ihn sagt Kürbis nicht ohne stolz: "Er ist in unserer Jugendfeuerwehr groß geworden, von der Pike auf."

 

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Mittwoch, den 27. Juli 2011 um 07:24 Uhr

Folk-Rocker auf Kult-Festival

ELBEN/MZ. Wenn Klaus Adolphi und seine Kelten-Rockband "The Aberlour's" in den nächsten Tagen auf ihre alljährliche "Otter-Tour" gehen, stehen Orte wie Bansin, Heringsdorf, Born oder Göhren auf dem Tourplan. Denn Adolphi, der seit sechs Jahren auf dem Eulenbergschen Hof in Elben bei Gerbstedt lebt, und seine Band sind immer im Sommer an der Ostsee unterwegs - vor allem auf Usedom, Rügen und dem Darß. In diesem Jahr freilich wird es auf der Tour einen außergewöhnlichen Abstecher nach Schleswig-Holstein geben: zum "Wacken Open Air", dem weltgrößten Heavy-Metal-Festival.

Adolphi wird dort am 3. August auftreten - und zwar gleich zwei Mal: zuerst mit seiner Renaissance-Folkrock-Band "Horch" und vier Stunden später mit den "Aberlour's". "Wir spielen auf einer Nebenbühne, der Wackinger-Bühne", sagt Adolphi. Das "Wackinger-Village" (abgeleitet von Wikinger) ist ein Mittelalterspektakel mit Ritterlager und schottischen Highland-Games. "Ich habe keine Ahnung, vor wie vielen Leuten wir dort spielen werden", so der 50-jährige Musiker. Aber egal, ob es nun 200 oder 20 000 Zuschauer sind - "für uns wird das auf jeden Fall eine Riesensache". "Wir haben damit die Chance, auch von anderen Veranstaltern wahrgenommen zu werden", so Adolphi, "denn in Wacken zu spielen, das bedeutet schon etwas." Und wie hat er das geschafft? "Das war sozusagen eine Initiativbewerbung beim Veranstalter." Leider, so Adolphi, werde er nur für die Auftritte in Wacken sein können. "Ich wäre gern noch ein, zwei Tage geblieben. Aber der Termin liegt mitten in unserer Otter-Tour." Dieser Name kommt übrigens daher, dass an der Ostsee überall Verkehrsschilder stehen, die vor Otterwechsel warnen. "Wir haben aber noch nie einen gesehen", sagt Adolphi. "Wir sind dort also auf einer Otter-Such-Tour."

Und was war sein bislang größtes Konzert? "Das war Mitte der 90er Jahre auf dem Cropredy-Festival in England", erzählt der Musiker. "Wir haben vor ungefähr 20- bis 25 000 Leuten gespielt. Das war schon sehr beeindruckend." Aber eigentlich komme es darauf gar nicht an: "Unser Ziel ist immer, so gut wie möglich spielen. Und das Schöne an einem kleinen Publikum ist ja, dass man die einzelnen Gesichter noch sehen kann."

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Dienstag, den 19. Juli 2011 um 06:11 Uhr

Gerbstedt will raus aus der Versenkung

GERBSTEDT/MZ. Der FSV Grün-Weiß Gerbstedt, dessen Fußballer dieses Jahr schon fast in der Versenkung verschwunden waren, sorgt wieder für Gesprächsstoff. Die Nachricht, dass dort Hansjoachim Poschke, der langjährige Präsident des FSV Hettstedt, an die Spitze des Vorstandes gewählt worden ist, ließ ebenso aufhorchen, wie die übrigen personellen Veränderungen bei den Grün-Weißen, sowohl im Vorstand als auch in der Mannschaft, deren Kader ja schon soweit zusammengeschmolzen war, dass die Konkurrenz schon fast mitleidig auf Gerbstedt blickte. Dessen Fußballer dümpelten in der Kreisklasse, Staffel 1, abgeschlagen hinter den Dorfmannschaften auf dem letzten Platz - noch eine Spielklasse tiefer als Augsdorf, Siersleben, Helmsdorf und Zabenstedt, die ebenfalls zur Einheitsgemeinde Gerbstedt gehören. Selbst Rottelsdorf und Friedeburg lagen noch ganz klar vor Gerbstedt.

In dieser Situation erinnerte sich der Gerbstedter Bürgermeister Siegfried Schwarz (CDU) daran, dass der Ehrenpräsident des FSV Hettstedt, Hansjoachim Poschke, einst in Gerbstedt Fußball gespielt hat und bat ihn um Hilfe. Poschke brauchte zunächst Bedenkzeit. "Weil mein Herz ja nach wie vor für den FSV Hettstedt schlägt", wie er begründete. Daher fragte er die Mitglieder des Hettstedter Vorstandes, wie sie die Sache sehen. Als sie zustimmten, ging Poschke daran, sich in Gerbstedt als Ruheständler "noch ein bisschen zu engagieren".

Mitstreiter gewonnen

Allerdings nicht allein. Fußball ist, wie er sagt, ein Mannschaftssport. Nicht nur auf dem grünen Rasen, sondern auch am Spielfeldrand. Also suchte er Mitstreiter, die bereit waren, sich mit vor den Karren zu spannen. So das Gerbstedter Urgestein Hans-Wulf Edner, den er für den Verein "reaktivierte" und der sich bereit erklärte, als stellvertretender Vorsitzender für den FSV zu arbeiten. Peter Rößner, langjähriger Jugendleiter beim FSV Hettstedt, gehört ebenfalls zu denen, die bereit waren, den Neuanfang in Gerbstedt mit zu wagen.

Die Voraussetzungen, dem am Boden liegenden Gerbstedter Fußball wieder auf die Beine zu helfen, sind ja so schlecht nicht. Poschke verweist auf den "wunderbaren Sportplatz" und sagt: "Gerbstedt hatte immer gute Fußballer. Sie spielen nur in anderen Vereinen."

Die Stadt war mit ihren Fußballern im Altkreis Hettstedt immerhin die Nummer 2 hinter Hettstedt, und die Zielstellung, innerhalb der nächsten fünf Jahre den Sprung in die Kreisoberliga zu schaffen, also zwei Klassen höher zu spielen, hält Poschke für durchaus realistisch. "Aber das soll's dann auch gewesen sein", verweist er alle weiteren Gerüchte in das Reich der Fabel.

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Montag, den 04. Juli 2011 um 06:35 Uhr

56 817 Schweine im Landkreis

MEUSERLENGEFELD/MZ. Im Landkreis Mansfeld-Südharz werden zur Zeit in 418 Betrieben 56 817 Schweine gehalten. Die fünf größten größten Schweinebestände im Landkreis gehören der Landwirtschaft Klostermansfeld GmbH & Co. KG mit Sitz in Klostermansfeld, der Agrargesellschaft Mittelhausen mbH Allstedt / Mittelhausen, der Gebrüder Nooren Schweinehaltungsgesellschaft mbH Allstedt / Holdenstedt, der Schweinezucht Gladau GmbH mit Sitz in Gerbstedt / Hübitz und der Landwirtschaft Wallhausen GmbH & Co.KG mit Sitz in Oberröblingen. Die Betriebe sind der Größe nach geordnet.

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