Jürgen Laue: Mit viel Herz für die Pferde
HELMSDORF/MZ. Jürgen Laue hat ein besonderes Herz für Pferde. "Das ist erblich und angeboren", meint der Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Helmsdorf-Gerbstedt, der an diesem Wochenende bei dem traditionsreichen Schlossparkturnier mehr als 1000 Gäste erwartet. Laue freut sich auf diesen Höhepunkt. Er ist "der Motor von der ganzen Sache", wie Vereinsmitglied Susann Ludenia versichert. "Ohne ihn ginge es nicht", sagt sie.
Der 65jährige Laue sieht das jedoch anders. "Einer allein kann gar nichts bezwecken", sagt er, räumt jedoch ein, dass einer da sein muss, der sich kümmert. Und Laue kümmert sich, nicht nur in Helmsdorf, wenn wie in dieser Woche ein Radlader schlapp macht, so dass er sich am Motor zu schaffen machen muss, bis er wieder läuft. Gelernter Mechaniker sei er nicht, aber ihm gehört die Maschine, also kümmert er sich. Laue hat einiges um die Ohren. Seit 20 Jahren ist er Präsident des Landesverbandes der Reit- und Fahrvereine, ein allseits anerkannter Fachmann, der praktisch groß geworden ist mit Pferden.
Sein Großvater hatte eine Landwirtschaft. Von ihm hat der gebürtige Hettstedter viel gelernt, bevor er nach Halle ging, um Landwirtschaft zu studieren, von wo sein Weg nach Gerbstedt führte. Hier arbeitete er in der LPG, war Vorsitzender und wagte nach der Wende den Schritt in die Selbstständigkeit. Ein Abenteuer, wie er rückblickend sagt. Aber zum Glück führte alles schnell in geordnete Bahnen.
Auch der Reit- und Fahrverein hat es mit dem Einsatz seiner Mitglieder geschafft, gut über die Wende zu kommen. Horst Worch und Hermann Riedel wären sicher zufrieden, wenn sie sehen könnten, wie es heute läuft. Beide haben den Verein ins Leben gerufen und sich mächtig engagiert. Jürgen Laue, der dem Stadtrat der Einheitsgemeinde Gerbstedt angehört, ist in ihre Fußstapfen getreten, denkt aber noch gern an die Zeit zurück, da noch selbst als Reiter beim Helmsdorfer Turnier mit dabei war.
Traktor «ZT 300» sorgt für Aufsehen
ROTTELSDORF/MZ. Davon haben die Schlepperfreunde aus Rottelsdorf geträumt. Als Mitglieder des Vereins mit alter Landmaschinentechnik bei der Agra in Leipzig aufgefahren waren, trafen sie den ehemaligen Chefkonstrukteur für DDR-Traktoren der ZT-Reihe. Der heute 82-jährige Reiner Blumenthal, der von 1963 bis 1990 im Werk in Schönebeck tätig war, hatte den Schlepperfreunden viel zu erzählen. "Mit ihm zu fachsimpeln, das waren für mich wertvolle Stunden", berichtete Günter Funke, Schlepperfreund und Vereinschef aus Rottelsdorf, jetzt nach der Rückkehr von der Messe.
Fachsimpeln über Technik
Es sei höchst interessant gewesen, von diesem Mann noch Neues über die Geschichte der DDR-Technik erfahren zu haben. "Das war auch für die Reparaturen und Instandhaltung unserer alten Technik von Bedeutung", sagte Funke.
Da sich die Schlepperfreunde bereits einen Namen gemacht haben und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind, wurden sie
auch in diesem Jahr zur Landwirtschaftsmesse nach Leipzig eingeladen. Dort stellten sie seltene und alte Traktoren aus. "Besonders der Traktor ZT 300 von 1973 zog auf der Messe die Blicke auf sich", erzählt Funke, während er gemeinsam mit Horst Lampe, ebenfalls Schlepperfreund, in Rotteldorf gerade dabei ist, die wertvolle Fracht von seinem Hänger abzuladen.
Jedes Jahr werden auf der Messe neben der neusten und modernsten Technik auch ältere landwirtschaftliche Gerätschaften gezeigt. Auf der diesjährigen Messe, die am vergangenen Sonntag zu Ende ging, standen Traktoren aus dem früheren ZT-Werk in Schönebeck im Mittelpunkt. Und da die Schlepperfreunde in ihrem beachtlichen Fundus etwa 80 Traktoren ihr Eigen nennen, bereicherten sie die Messe mit vier sehr seltenen Prototypen aus DDR-Zeiten.
Einer war der Traktor ZT 300 von 1973. Er rollt nicht wie gewohnt auf vier Rädern, sondern läuft auf Ketten. Ursprünglich wurde er für die schweren Böden im Oderbruch entwickelt. Von diesem Gleisbandschlepper wurden zu DDR-Zeiten lediglich 78 Stück hergestellt. Heute gibt es weltweit nur noch sieben fahrfähige Modelle, von denen zwei bei den Schlepperfreunden stehen.
Wann öffnet welches Bad in Mansfeld-Südharz?

GERBSTEDT: Die Schnellsten sind die Gerbstedter. Am Donnerstag, 12. Mai, um 14 Uhr können sich die ersten Wagemutigen in die Fluten stürzen. Wie in jedem Jahr gewinnen dann fünf Kinder bei einem Wettkampf ein Saisonticket. Bis es soweit ist, hofft Bad-Verantwortliche Christina Liebau auf schönes Wetter. Denn noch ist das Wasser im 40 Meter langen Becken 14 Grad kühl. Da traut sich selbst die erfahrene Schwimmerin nicht hinein. "Wenn dann aber die Kinder drin sind, gehe ich auch", verspricht Liebau, die sich jetzt lediglich mit dem elektrischen Sauger der Wasserqualität widmen muss.
Geöffnet ist das Bad montags bis sonntags von 10 bis 20 Uhr. Eintritt für Erwachsene kostet zwei, für Kinder ein Euro.
Ziegen in letzter Sekunde vor Feuertod gerettet

PFEIFFHAUSEN/MZ. Ein Feuer hat am Donnerstag früh große Teile des Ziegenhofes in Pfeiffhausen zerstört. Laut Polizei entstand der Brand auf Grund eines technischen Defektes in der Kühlzelle des Hofladens.
Von dort breitete sich das Feuer auf den Verkaufsraum, die angrenzenden Stallungen sowie den Dachstuhl aus. Die Tiere konnten von Mitarbeitern des Ziegenhofes in letzter Sekunde aus dem Stall geholt und in Sicherheit gebracht werden.


bin ich auf Ihre WEB-Seite gestossen. Besonders hat mich der Beitrag zur Pferdebahn nach Belleben ...