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EISLEBEN/MZ. Der durchwachsene Sommer hat die Bilanz in den Freibädern des Mansfelder Landes verhagelt. Bei den Besucherzahlen wurde ein Rückgang von bis zu 50 Prozent verzeichnet. Genaue Zahlen über die Einnahmeverluste liegen noch nicht vor. Ein Teil der Freibäder hat mittlerweile schon geschlossen.
So auch das Waldbad in Alterode. Eigentlich war geplant, dass die Saison dort erst am 30. August endet. Aber das Unwetter in der vergangenen Woche hat diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung gemacht. "Dadurch ist Schlamm in das Becken geraten", sagt Bademeister Siegfried Amme. Ein Badebetrieb sei nicht mehr möglich gewesen. Vielmehr müsse man das Wasser ablaufen lassen, um die Becken wieder zu reinigen. Die Einnahmen, die man sich bis zum 30. August noch erhofft hat, würden freilich fehlen. "Das Geld hätte man gut für Reparaturen einsetzen können", so Siegfried Amme.
Auch das Eisleber Freibad ist bereits dicht. Dort wurden am vergangenen Sonntag die letzten Gäste begrüßt. Die Schließung erfolgte dort allerdings nach Plan. Wirtschaftlich sei die Badesaison schlecht gewesen. Auch wenn noch keine endgültigen Zahlen vorliegen, sei eines klar. "So wenig Besucher hatten wir in den elf Jahren, seit es den Eigenbetrieb gibt, noch nie", sagt Siegmund Michalski, Leiter des Eigenbetriebes Bäder.
Im Mühlenbad in Großörner werden die Pforten am 5. September geschlossen. "Eigentlich sollte die Saison ein wenig länger dauern, aber bei dieser Witterung hat dies keinen Sinn", sagt der für Bäder zuständige Amtsleiter Thorsten Oemler. Für das Ende der Woche haben die Meteorologen noch einmal steigende Temperaturen vorausgesagt. Diese wärmeren Tage bis zum Sonntag wolle man noch mitnehmen, dann sei aber Schluss. Laut Bernd Meyer, Schwimmmeister im Mühlenbad, seien im Vergleich zum Vorjahr zwischen 50 und 60 Prozent weniger Besucher gezählt worden. Dadurch, dass die Nächte jetzt verhältnismäßig kalt sind, kühle das Wasser auch schnell ab. Und wenn es dann eine bestimmte Grenze erreicht hat, wolle keiner mehr schwimmen.
ASCHERSLEBEN/MZ. Bereits am Freitag hat die Polizei den mehrtägigen Beutezug einer 49-Jährigen in Aschersleben gestoppt. Unter einem Vorwand versuchte sich die Frau aus Gerbstedt (Kreis Mansfeld-Südharz) bei Anwohnern der Oberstraße, Juri-Gagarin-Straße, Hecklinger Straße, Staßfurter Höhe und Über den Steinen Geld zu erbetteln. Vor genau einer Woche warnten die Beamten die Öffentlichkeit vor der Betrügerin, die bei einem Ascherslebener an der Wohnungstür klingelte und sich als eine Verwandte seiner Nachbarin ausgab. Weil diese nicht zu Hause sei, sie aber dringend Geld brauche, um einen Kranz für eine Beerdigung zu kaufen, bat die Gerbstedterin den Mann, ihr 50 Euro zu leihen. Das hätte er getan, wäre nicht zufällig die echte Enkelin der Nachbarin aufgetaucht, die die Lüge aufdeckte. Der Ascherslebener meldete den Vorfall und gab eine Personenbeschreibung ab.
ELBEN/MZ. Silke Vogt atmet zumindest etwas auf. Sie kann ihren Wohnort Elben (ein Ortsteil von Gerbstedt) wieder mit ihrem Auto verlassen. Vorerst. Über eine Metallplatte, die auf der aufgeschachteten Straße aufliegt. Vergangene Woche waren noch alle Dorfbewohner eingesperrt, sagt sie. "Nachdem wir vom Bauleiter wissen wollten, wann die Kanalarbeiten im Auftrag des Abwasserzweckverbandes beendet werden, ist die Situation eskaliert. Die Baufirma hat beide Zufahrten im Dorf mit ihren Fahrzeugen blockiert", sagt Vogt. Kein Auto kam rein und keins raus. Nicht einmal die Post, das Bäckerauto oder der Fleischer. Doch die Angst, wieder im Dorf gefangen zu sein, sitzt bei Silke Vogt tief.
Dabei ist die Barrikade nur die Spitze des Eisbergs. Seit knapp einem Jahr warten die Einwohner von Elben nun schon auf ihren Anschluss an das Abwassernetz. Immer wieder werden sie vertröstet. Anfangs hieß es, die Arbeiten sind Ende April fertig, dann wurde die Vollsperrung auf den 30. Juli verlängert. Mittlerweile ist auch dieser Stichtag verstrichen. Doch fertig ist die Durchfahrt längst nicht.
Die Asphaltdecke der Bösenburger Straße, die von einem Ortsende zum anderen führt, ist auf ganzer Länge rund einen Meter breit aufgeschachtet. Am Straßenrand türmen sich Berge aus Sand, Erde und Gestein. Doch nicht allein die Baustelle und die zerfahrenen Fußwege machen den Elbenern zu schaffen. Etwa die Hälfte der Haushalte ist seit Mittwoch ohne Telefonanschluss. "Ein Lkw ist am Telefonkabel hängen geblieben und hat es abgerissen", erzählt Melitta Hörnig. Ein Nachbar, der davon nicht betroffen war, hat in ihrem Namen die Störungsstelle benachrichtigt. Niemand ist bis jetzt zum Reparieren gekommen. "Ich bin mit den Nerven am Ende. Ich habe Angst, wenn ich einen Arzt rufen muss", sagt Hörnig. Denn selbst ein Hilferuf per Handy ist schwierig. In dem Tal ist der Empfang sehr schlecht.
GERBSTEDT/MZ . "Ich bau Dir ein Schloss." Mit seinem aktuellen Song kann Party-König Jürgen Drews jetzt einpacken. Denn Halles jüngster Schlagerstar Phil Stewman kann das Lied "Ich kauf mir ein Schloss" anstimmen. Und das sogar im realen Leben. Unglaublich aber nun amtlich: Der 25-jährige Hallenser hat im Oktober letzten Jahres das Schloss Gerbstedt im Mansfelder Land gekauft. Damit dürfte er Deutschlands jüngster Schlossherr sein.
Über den Preis, den er beim halleschen Immobilien-Makler Ingo Schleicher bezahlen musste, will er nicht sprechen. Dafür aber über seine Pläne. In das 1905 im Auftrag des königlich-preußischen Legationsrates Friedrich Wilhelm von Neumann erbaute Schloss, das seit Jahren ungenutzt leer steht, soll Leben einziehen. Gut, das sagt vermutlich jeder neue Eigentümer. Aber Stewman möchte dort ansetzen, wo die Erfolgsgeschichte des Hauses 1990 abrupt aufhörte: als gut besuchtes Klubhaus der Region. Dazu will er das Renaissance-Schloss aus seinem Dornröschenschlaf wecken und unter einem neuen Namen als Kulturtempel für die Mansfelder flott machen.
Rentnerin sieht sich von ihren Pflichten überfordert
Geschrieben von MZ
GERBSTEDT/MZ. Die Sanierung des ehemaligen Rittergutes in Gerbstedt ist ins Stocken geraten. Grund dafür ist offensichtlich ein Streit zwischen dem General- und einem Subunternehmen, beide aus Berlin. Bei dem Streit geht es nach MZ-Informationen um erbrachte Bauleistungen des Subunternehmens, die unterschiedlich bewertet werden. Das Subunternehmen, die Fritsche Bau GmbH, hat nach Angaben dessen Geschäftsführers Joachim Huskamp weniger als die Hälfte der vereinbarten 200 000 Euro erhalten vom Generalunternehmen, der Cicero Rittergut Gerbstedt GmbH. Huskamp vermutet, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen ist.



bin ich auf Ihre WEB-Seite gestossen. Besonders hat mich der Beitrag zur Pferdebahn nach Belleben ...