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Nachrichten (158)

Sonntag, den 04. September 2011 um 13:04 Uhr

Schlamm stoppt die Saison vorzeitig

Geschrieben von MZ

EISLEBEN/MZ. Der durchwachsene Sommer hat die Bilanz in den Freibädern des Mansfelder Landes verhagelt. Bei den Besucherzahlen wurde ein Rückgang von bis zu 50 Prozent verzeichnet. Genaue Zahlen über die Einnahmeverluste liegen noch nicht vor. Ein Teil der Freibäder hat mittlerweile schon geschlossen.

So auch das Waldbad in Alterode. Eigentlich war geplant, dass die Saison dort erst am 30. August endet. Aber das Unwetter in der vergangenen Woche hat diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung gemacht. "Dadurch ist Schlamm in das Becken geraten", sagt Bademeister Siegfried Amme. Ein Badebetrieb sei nicht mehr möglich gewesen. Vielmehr müsse man das Wasser ablaufen lassen, um die Becken wieder zu reinigen. Die Einnahmen, die man sich bis zum 30. August noch erhofft hat, würden freilich fehlen. "Das Geld hätte man gut für Reparaturen einsetzen können", so Siegfried Amme.

Auch das Eisleber Freibad ist bereits dicht. Dort wurden am vergangenen Sonntag die letzten Gäste begrüßt. Die Schließung erfolgte dort allerdings nach Plan. Wirtschaftlich sei die Badesaison schlecht gewesen. Auch wenn noch keine endgültigen Zahlen vorliegen, sei eines klar. "So wenig Besucher hatten wir in den elf Jahren, seit es den Eigenbetrieb gibt, noch nie", sagt Siegmund Michalski, Leiter des Eigenbetriebes Bäder.

Im Mühlenbad in Großörner werden die Pforten am 5. September geschlossen. "Eigentlich sollte die Saison ein wenig länger dauern, aber bei dieser Witterung hat dies keinen Sinn", sagt der für Bäder zuständige Amtsleiter Thorsten Oemler. Für das Ende der Woche haben die Meteorologen noch einmal steigende Temperaturen vorausgesagt. Diese wärmeren Tage bis zum Sonntag wolle man noch mitnehmen, dann sei aber Schluss. Laut Bernd Meyer, Schwimmmeister im Mühlenbad, seien im Vergleich zum Vorjahr zwischen 50 und 60 Prozent weniger Besucher gezählt worden. Dadurch, dass die Nächte jetzt verhältnismäßig kalt sind, kühle das Wasser auch schnell ab. Und wenn es dann eine bestimmte Grenze erreicht hat, wolle keiner mehr schwimmen.

Mittwoch, den 24. August 2011 um 19:42 Uhr

Gesuchte Betrügerin gestoppt

Geschrieben von MZ

ASCHERSLEBEN/MZ. Bereits am Freitag hat die Polizei den mehrtägigen Beutezug einer 49-Jährigen in Aschersleben gestoppt. Unter einem Vorwand versuchte sich die Frau aus Gerbstedt (Kreis Mansfeld-Südharz) bei Anwohnern der Oberstraße, Juri-Gagarin-Straße, Hecklinger Straße, Staßfurter Höhe und Über den Steinen Geld zu erbetteln. Vor genau einer Woche warnten die Beamten die Öffentlichkeit vor der Betrügerin, die bei einem Ascherslebener an der Wohnungstür klingelte und sich als eine Verwandte seiner Nachbarin ausgab. Weil diese nicht zu Hause sei, sie aber dringend Geld brauche, um einen Kranz für eine Beerdigung zu kaufen, bat die Gerbstedterin den Mann, ihr 50 Euro zu leihen. Das hätte er getan, wäre nicht zufällig die echte Enkelin der Nachbarin aufgetaucht, die die Lüge aufdeckte. Der Ascherslebener meldete den Vorfall und gab eine Personenbeschreibung ab.

Montag, den 08. August 2011 um 11:12 Uhr

Gefangen auf der Baustelle

Geschrieben von MZ

ELBEN/MZ. Silke Vogt atmet zumindest etwas auf. Sie kann ihren Wohnort Elben (ein Ortsteil von Gerbstedt) wieder mit ihrem Auto verlassen. Vorerst. Über eine Metallplatte, die auf der aufgeschachteten Straße aufliegt. Vergangene Woche waren noch alle Dorfbewohner eingesperrt, sagt sie. "Nachdem wir vom Bauleiter wissen wollten, wann die Kanalarbeiten im Auftrag des Abwasserzweckverbandes beendet werden, ist die Situation eskaliert. Die Baufirma hat beide Zufahrten im Dorf mit ihren Fahrzeugen blockiert", sagt Vogt. Kein Auto kam rein und keins raus. Nicht einmal die Post, das Bäckerauto oder der Fleischer. Doch die Angst, wieder im Dorf gefangen zu sein, sitzt bei Silke Vogt tief.

Dabei ist die Barrikade nur die Spitze des Eisbergs. Seit knapp einem Jahr warten die Einwohner von Elben nun schon auf ihren Anschluss an das Abwassernetz. Immer wieder werden sie vertröstet. Anfangs hieß es, die Arbeiten sind Ende April fertig, dann wurde die Vollsperrung auf den 30. Juli verlängert. Mittlerweile ist auch dieser Stichtag verstrichen. Doch fertig ist die Durchfahrt längst nicht.

Die Asphaltdecke der Bösenburger Straße, die von einem Ortsende zum anderen führt, ist auf ganzer Länge rund einen Meter breit aufgeschachtet. Am Straßenrand türmen sich Berge aus Sand, Erde und Gestein. Doch nicht allein die Baustelle und die zerfahrenen Fußwege machen den Elbenern zu schaffen. Etwa die Hälfte der Haushalte ist seit Mittwoch ohne Telefonanschluss. "Ein Lkw ist am Telefonkabel hängen geblieben und hat es abgerissen", erzählt Melitta Hörnig. Ein Nachbar, der davon nicht betroffen war, hat in ihrem Namen die Störungsstelle benachrichtigt. Niemand ist bis jetzt zum Reparieren gekommen. "Ich bin mit den Nerven am Ende. Ich habe Angst, wenn ich einen Arzt rufen muss", sagt Hörnig. Denn selbst ein Hilferuf per Handy ist schwierig. In dem Tal ist der Empfang sehr schlecht.

Dienstag, den 26. April 2011 um 09:08 Uhr

Schlager-Phil kauft Schloss

Geschrieben von MZ

GERBSTEDT/MZ . "Ich bau Dir ein Schloss." Mit seinem aktuellen Song kann Party-König Jürgen Drews jetzt einpacken. Denn Halles jüngster Schlagerstar Phil Stewman kann das Lied "Ich kauf mir ein Schloss" anstimmen. Und das sogar im realen Leben. Unglaublich aber nun amtlich: Der 25-jährige Hallenser hat im Oktober letzten Jahres das Schloss Gerbstedt im Mansfelder Land gekauft. Damit dürfte er Deutschlands jüngster Schlossherr sein.

Über den Preis, den er beim halleschen Immobilien-Makler Ingo Schleicher bezahlen musste, will er nicht sprechen. Dafür aber über seine Pläne. In das 1905 im Auftrag des königlich-preußischen Legationsrates Friedrich Wilhelm von Neumann erbaute Schloss, das seit Jahren ungenutzt leer steht, soll Leben einziehen. Gut, das sagt vermutlich jeder neue Eigentümer. Aber Stewman möchte dort ansetzen, wo die Erfolgsgeschichte des Hauses 1990 abrupt aufhörte: als gut besuchtes Klubhaus der Region. Dazu will er das Renaissance-Schloss aus seinem Dornröschenschlaf wecken und unter einem neuen Namen als Kulturtempel für die Mansfelder flott machen.

 

 

Freitag, den 10. Dezember 2010 um 13:36 Uhr

Schlittertour statt Mathe

Geschrieben von MZ
HEILIGENTHAL/MZ. So könnte der Schulalltag sicher öfters für viele Mädchen und Jungen ablaufen: Statt Matheformeln pauken mit dem Schlitten den Hang hinabdüsen. In der Grundschule Heiligenthal war das am Donnerstag möglich. Da sich im Schülerverkehr am Morgen wie angekündigt kein Rad drehte, sind dort lediglich fünf der insgesamt 67 Kinder zum Unterricht erschienen. "Unsere Schüler kommen aus 16 Orten", sagt Schulleiterin Anika Rößler. Da seien die Kinder auf die Busse angewiesen. Für Eltern sei es bei solch extremen Wetterlagen schwierig, früh die Kinder mit den eigenen Autos in die Schule zu bringen, denn in den überwiegend kleinen Orten seien zu dieser Zeit die Straßen noch nicht geräumt.

Montag, den 22. November 2010 um 09:08 Uhr

Kampfansage an Schwarzkittel

Geschrieben von MZ
GERBSTEDT/MZ. Wildschweinalarm in Gerbstedt. Die Schwarzkittel tummeln sich nach Einbruch der Dunkelheit im Gebiet zwischen Gerbstedt und Zabenstedt und "dringen mittlerweile bis ins Stadtgebiet vor", wie Bürgermeister Siegfried Schwarz (CDU) im Stadtrat der Einheitsgemeinde sagte. Er fügte hinzu, dass es "langsam lebensgefährlich" werde. Es seien Menschen betroffen, insbesondere im Gerbstedter Reihendorf.
 
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Dienstag, den 27. Juli 2010 um 12:20 Uhr

Rentnerin sieht sich von ihren Pflichten überfordert

Geschrieben von MZ
GERBSTEDT/MZ. Edelburg Merker aus Gerbstedt ist am Verzweifeln. Ihre Wirbelsäule bereitet ihr tagtäglich Qualen, und jetzt hat sie auch noch mit einem Stück Hang vor ihrem Grundstück Kummer. Als ihr Mann noch lebte, hat er sich nicht nur um den großen Garten hinter dem Haus gekümmert, sondern ganz selbstverständlich auch den Hang bis hinunter zur Straße gepflegt. Er hat den Rasen gemäht und die Sträucher verschnitten. "Der Hang sah immer tipptopp aus", sagt Frau Merker, für deren Mann die Gartenarbeit, wie sie sagt, die reinste Freude war. Seit er nicht mehr ist, sieht sie sich vor Probleme gestellt, mit denen sie kaum noch fertig wird. "Es ist fürchterlich, wenn man allein ist", sagt sie. Doch die Stadt will sie nicht aus ihren Pflichten entlassen.
 
Vor einiger Zeit hat sie nun eine Firma beauftragt, den Hang vor dem Eingang zu ihrem Grundstück in Ordnung zu bringen, und zwar radikal. Sogar Bäume hat sie fällen lassen. 260 Euro hat die Sache gekostet, doch Edelburg Merker weiß, dass eigentlich mehrere Einsätze im Jahr nötig wären, um ein Verwildern des Hanges zu verhindern. Da können schnell über 1000 Euro im Jahr zusammenkommen, eine Menge Geld für eine Rentnerin.
 
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Edelburg Merker ist mit der Pflege des Hanges vor ihrem Grundstück überfordert. (FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK)
 
Dienstag, den 27. Juli 2010 um 10:43 Uhr

Wieder ein Haus weniger

Geschrieben von Bernd Neumann
bn.In Gerbstedt findet man einige Stellen an denen Häuser verschwinden. An der Bäckergasse ist in den letzten Monaten ein Haus abgerissen wurden. 
Und letztens ein Haus ganz in der Nähe des Markts. An der Ecke Kloppane / Bahnhofstraße wurde das Haus neben den "Kreuzganger" samt Nebengelass abgerissen. (siehe Bilder)
 
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(Foto M. Ost)
 
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(Foto M. Ost)
 
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(Foto M. Ost)
 
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(Foto M. Ost)
 
Soweit ich gesehen habe wurde an der Seite zur Bahnhofsstraße etwas Mauer stehen gelassen um den Bereich abzugrenzen. Ich könnte mir vorstellen das an dieser Stelle nun ein paar Parkplätze erschaffen werden.
Vielleicht wird auch wieder ein Baum gepflanzt und etwas "Grün" erschaffen. 
Samstag, den 10. April 2010 um 11:49 Uhr

Streit hemmt Rittergut-Sanierung

Geschrieben von MZ

GERBSTEDT/MZ. Die Sanierung des ehemaligen Rittergutes in Gerbstedt ist ins Stocken geraten. Grund dafür ist offensichtlich ein Streit zwischen dem General- und einem Subunternehmen, beide aus Berlin. Bei dem Streit geht es nach MZ-Informationen um erbrachte Bauleistungen des Subunternehmens, die unterschiedlich bewertet werden. Das Subunternehmen, die Fritsche Bau GmbH, hat nach Angaben dessen Geschäftsführers Joachim Huskamp weniger als die Hälfte der vereinbarten 200 000 Euro erhalten vom Generalunternehmen, der Cicero Rittergut Gerbstedt GmbH. Huskamp vermutet, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen ist.

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Auf dem Gelände des Gerbstedter Ritterguts soll unter anderem eine moderne Stadthalle entstehen. (FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK)
 

Samstag, den 13. März 2010 um 12:06 Uhr

Beförderungen in Friedeburg und Gerbstedt

Geschrieben von MZ
GERBSTEDT/MZ - Der Stadtrat der Einheitsgemeinde Gerbstedt hat vier Angehörige der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Friedeburg befördert. Zum Löschmeister:Holm Grasemann und Mario Heidler. Holm Grasemann erhielt überdies die Berufung zum stellvertretenden Wehrleiter der Ortsfeuerwehr Friedeburg. Michael Kursch wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert und Kay Mayda zum Feuerwehrmann.
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