Dienstag, den 11. Oktober 2011 um 11:05 Uhr

Neubau weckt frische Kräfte

Geschrieben von  MZ
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SIERSLEBEN/MZ. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Siersleben haben am Wochenende ihr neues Gerätehaus in Besitz genommen. Zur Feier des Tages gab es neben dem überdimensionalen symbolischen Schlüssel, den Bürgermeister Siegfried Schwarz (CDU) überreichte, auch jede Menge Blumen.

Für reichlich eine halbe Million Euro ist in Nachbarschaft des alten, viel kleinen Feuerwehrhauses eine Unterkunft geschaffen worden, die den Blauröcken um Wehrleiter Franz Wanka erstmals Bedingungen bietet, die dem heute üblichen Standart entsprechen. Die Siersleber, die in ihrem alten, in den 1930er Jahren errichteten Domizil noch nicht einmal über Duschen verfügten, hatten zwar sich noch vor zwei Jahren einen Neubau mit allem Drum und Dran erhofft, weil das alte Gerätehaus keinerlei Möglichkeiten zur Erweiterung bot. Doch dieses Vorhaben wäre nur mit 700 000 Euro Fördermitteln zu realisieren gewesen, eine Summe, die nicht zu beschaffen war. Deshalb hatte der Stadtrat Gerbstedt vor einem reichlichen Jahr beschlossen, eine "abgespeckte Variante" auf den Weg zu bringen, weil Verbesserungen für die Feuerwehr keinen weiteren Aufschub duldeten.

Die Bedingungen im Altbau waren eine einzige Katastrophe, begründete Bürgermeister Schwarz die Anstrengungen für das Projekt, das auf den ersten Blick wie ein Neubau aussieht, tatsächlich jedoch ein umgebautes Stallgebäude ist, das zur Ergänzung noch einen Anbau für die Unterbringung der Feuerwehrtechnik erhielt. "Das ist eine ordentliche Lösung", so Schwarz. Wehrleiter Franz Wanka pflichtete bei. Er hob hervor, dass trotz der widrigen Bedingungen, die die Angehörigen der Wehr in der Vergangenheit zu meistern hatten, kein Mitglied die Flinte ins Korn geworfen habe. Alle sind bei der Stange geblieben, was auch Ortsbürgermeister Lutz Sommer (Freie Wähler) den Blauröcken hoch anrechnet.

Doch es gibt auch noch viel zu tun, wissen die Siersleber, die bis auf Weiteres noch ohne Umkleideschränke auskommen müssen, weil dafür das Geld nicht reichte. Auch die Schulungsräume im Obergeschoss wollen ebenso wie Übungs- und Waschplatz hinter dem Haus erst noch geschaffen werden. Vorwiegend in Eigenleistung der Feuerwehr. Der Umzug ins neue Haus hat dafür weitere Kräfte mobilisiert.

MZ

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