Der Urgerbstedter Hans-Wulf Edner blickt zurück. "12 Jahre lang habe ich Nachwuchsarbeit geleistet. Alle die ich mit groß gezogen habe, sind weg, in anderen Vereinen. Das darf nicht mehr passieren." Hier müsse man eine attraktive Plattform schaffen und das Aushängeschild ist nun mal die erste Männermannschaft.
Ähnlich sieht es Gerd Niebel, der um die Wende Trainer der Männer war. "Es wäre schön, wenn alle Gerbstedter wieder zurück kommen würden, wenn sie sagen würde, ja, ich sehe, hier geht es wieder aufwärts." Für ihn ist es einfach nur toll, dass sich Welche gefunden haben, die sich hier vor den Karren spannen, "dass das endlich aufhört, dass wir 12 oder 15:0 verlieren."
Vielen Gerbstedtern habe das Herz geblutet, mit ansehen zu müssen, wie es mit dem Fußball immer weiter bergab ging. "Und dabei waren wir mal hinter Hettstedt zweitstärkste Kraft im Kreis." Mit einem Schmunzeln erinnert er sich zurück, wie der Verein im Juni 1990 eigentlich Grün-Weiß geworden ist. "Alle Vereine mussten sich damals beim Gericht neu eintragen lassen. Ich bin mit dem Bus nach Hettstedt gefahren und habe die ganze Zeit überlegt, wie der Verein heißen könnte. Weil ich Gladbachfan bin, ist Gerbstedt dann Grün-Weiß geworden." Erster Vorsitzender zu der Zeit war Frank Werner.
Nach dem offiziellen Teil konnten sich die Ehemaligen nun noch das Pokalspiel zwischen Gerbstedt und dem zwei Klassen höher spielenden Welbslebern ansehen. Die Gastgeber verloren nur knapp mit 2:3 und von den Zuschauern wurde ihnen eine achtbare Leistung bescheinigt. "Da kann man jetzt mal wieder öfter zuschauen kommen", hieß es von den Zuschauerbänken.
Das ist natürlich auch die Hoffnung der Gerbstedter Fußballer, dass sie von ihren Anhängern unterstützt werden!


bin ich auf Ihre WEB-Seite gestossen. Besonders hat mich der Beitrag zur Pferdebahn nach Belleben ...
