HETTSTEDT/MZ. Wenn Barbara Olze auf der Straße zwischen Gerbstedt und Hettstedt unterwegs ist, dann blutet ihr das Herz. Weil so viele Bäume am Straßenrand regelrecht kahl gefressen sind. Hier tummeln sich massenhaft Raupen, die kaum ein Blatt übrig lassen. "Ich finde das schade", sagte die Vorsitzende des Stadtrates der Einheitsgemeinde Gerbstedt und Ortsbürgermeisterin von Ihlewitz, die es bedauert, dass sich offenbar keiner für die Bäume zuständig fühlt und nicht zu erkennen ist, dass jemand in dieser Angelegenheit tätig wird.
Im benachbarten Hettstedt weiß man noch gar nichts von einer Raupenplage, doch Mitarbeiter des Ordnungsamtes versicherten, dass umgehend geprüft werde, ob im Stadtgebiet und den Ortsteilen Bäume befallen seien.
In dem für Straßenbäume zuständigen Landesbetrieb Bau, Niederlassung Süd, in Halle war zu erfahren, dass zwischen Gerbstedt und Hettstedt etwa 100 Kirsch- beziehungsweise Birnbäume von dem Schädlingsbefall betroffen seien. "Im Moment können wir gar nichts machen", sagt Niederlassungsleiterin Petra Witte. Im April, als Bekämpfungsmaßnahmen sinnvoll gewesen wären, gab es noch keinen Hinweis auf die Schädlinge. Es sei jedoch vorgesehen, Ende August in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde Maßnahmen einzuleiten, sprich die Bäume zu spritzen
Barbara Olze tut es leid um die befallenen Obstbäume. Links und rechts der Straßen seien sie doch typisch für die Mansfelder Region, sie gehören irgendwie dazu, auch wenn die Zeit, da diese Gehölze noch bewirtschaftet wurden, vorbei ist. "Deshalb müssen sie doch nicht so dastehen", sagt Frau Olze.
Edgard von Stromberg, Ortsbürgermeister von Welfesholz, sieht das auch so. Er findet es traurig, dass sich offenbar keiner mehr für sie interessiert, auch nicht für das Obst, das Jahr für Jahr anfällt und zumeist vergammelt. Er fürchtet gar, dass für die Bäume alle Hilfe wohl zu spät kommen wird. "Dass die Bäume sterben, ist traurig", sagt er.


bin ich auf Ihre WEB-Seite gestossen. Besonders hat mich der Beitrag zur Pferdebahn nach Belleben ...