Mittwoch, den 12. Januar 2011 um 12:29 Uhr

Schlaglöcher reißen Finanzlöcher

Geschrieben von  MZ
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In der Halleschen Straße in Eisleben wurden die ersten Schlaglöcher bereits notdürftig repariert. (FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK)EISLEBEN/MZ/JM/BZ/RD. Die Straßen im Mansfelder Land sind löchrig wie ein Schweizer Käse. Nach dem Tauwetter kommen allerorten die Schlaglöcher zutage, Kraftfahrer sind gezwungen, Schlangenlinien zu fahren, wollen sie keinen Achsbruch riskieren.


Nach ersten Schätzungen belaufen sich die Schäden an den Eisleber Straßen auf mehr als 50 000 Euro. Schon im vergangenen Jahr seien rund 40 000 Euro zusätzlich aufgebracht worden, um die Schäden des Winters 2009 / 2010 "notdürftig zu reparieren", so Michael Richter, Chef des Eisleber Bauamtes. Eine grundlegende Reparatur der geflickten Straßen habe es im vergangenen Jahr nicht geben können, denn zunächst gab es wegen der vorläufigen Haushaltsführung und später wegen der Haushaltssperre kein Geld dafür.

 

Dennoch habe die Stadt wieder mit Reparaturarbeiten begonnen, wohl wissend, dass dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein kann. So seien in der Hallesche Straße, der Freistraße und am Dienstag auch in der Nußbreite Schlaglöcher notdürftig ausgebessert worden. Sollten Landesmittel für die Reparatur des kommunalen Straßennetzes zur Verfügung gestellt werden, werde sich Eisleben "natürlich auch darum bemühen" so Richter. Denn eines sei klar: "Mit jeder Frostperiode vergrößert sich der Schaden", so Richter, sollte es bei der Flickschusterei bleiben. Und nach zwei harten Wintern sei es an der Zeit, "bestimmte Abschnitte grundlegend auszubauen", so der Chef des Eisleber Bauamtes.

Siegfried Schwarz (CDU), Bürgermeister der Einheitsgemeinde Gerbstedt, rechnet nach einer ersten Bestandsaufnahme damit, dass die Winterschäden an den kommunalen Straße wie im Vorjahr wieder zusätzlich 50 000 bis 60 000 Euro betragen. Bezüglich der Straße zwischen Gerbstedt und Helmsdorf, die sich schon vor Einbruch des Winters in einem katastrophalen Zustand befand, vermochte er keine Aussage zu machen. "Das ist eine Landesstraße", sagte er.

In der Einheitsgemeinde Stadt Mansfeld schätzt der Bau- und Ordnungsamtsleiter Peter Knispel die Straßenschäden auf einen sechsstelligen Betrag. "Wir sind dringend auf finanzielle Unterstützung durch das Land angewiesen", so Knispel, "sonst drohen erhebliche Streichungen in unserem Haushalt." Besondere Probleme gebe es auf der ehemaligen B 86 zwischen Mansfeld und Großörner. Die mittlerweile zur Gemeindestraße abgestufte Straße wird seit Dienstag durch den städtischen Bauhof repariert. Dies werde noch einige Tage dauern. Außerdem seien überall in der Einheitsgemeinde "Setzungserscheinungen" an Kanalschächten zu verzeichnen. "Das vorige Jahr war ja schon schlimm", so Knispel, "aber dieser Winter setzt noch einmal einen drauf. Das sind schon außergewöhnliche Schäden."

In der Stadt Arnstein halten sich die Straßenschäden dagegen bislang in Grenzen - zumindest, was die Gemeindestraßen betrifft. "Die Straßen sind meist gepflastert oder in den letzten Jahren neu gemacht worden", so Hans-Detlev Bauer, Leiter des Bau- und Ordnungsamtes. Größere Schlaglöcher gebe es zum Beispiel auf der Landesstraße zwischen Hettstedt und Sandersleben. Die Straßenmeisterei sei dort bereits tätig. Durch Frost geschädigt seien auch die Landesstraße zwischen Sylda und Ritterode sowie die Kreisstraße zwischen Harkerode und Ulzigerode, so Bauer. Die Bundesstraße 180 sei dagegen in recht gutem Zustand.

Auch in Hettstedt sind Straßenschäden derzeit kein Thema, "Gott sei Dank", wie Bauamtsleiter Danny Kavalier sagt. "Wir können sehr zufrieden sein, die Straßen sind in einem guten Zustand." Lediglich in der Mansfelder Straße habe der Frost ein größeres Schlagloch verursacht, so Kavalier. Der städtische Bauhof repariere den Schaden in Eigenregie.

 

Zuletzt geändert am: Mittwoch, den 12. Januar 2011 um 12:50 Uhr
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