Freitag, den 10. Dezember 2010 um 13:36 Uhr

Schlittertour statt Mathe

Geschrieben von  MZ
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HEILIGENTHAL/MZ. So könnte der Schulalltag sicher öfters für viele Mädchen und Jungen ablaufen: Statt Matheformeln pauken mit dem Schlitten den Hang hinabdüsen. In der Grundschule Heiligenthal war das am Donnerstag möglich. Da sich im Schülerverkehr am Morgen wie angekündigt kein Rad drehte, sind dort lediglich fünf der insgesamt 67 Kinder zum Unterricht erschienen. "Unsere Schüler kommen aus 16 Orten", sagt Schulleiterin Anika Rößler. Da seien die Kinder auf die Busse angewiesen. Für Eltern sei es bei solch extremen Wetterlagen schwierig, früh die Kinder mit den eigenen Autos in die Schule zu bringen, denn in den überwiegend kleinen Orten seien zu dieser Zeit die Straßen noch nicht geräumt.

Die fünf Kinder, die in der Schule waren, haben am Morgen mit Werklehrer Henry Wald einen Schlitten gebaut und diesen auch gleich ausprobiert. Anschließend wurde aber auch gerechnet und geschrieben. "Wir hoffen, dass sich das mit den Schulbusausfällen nicht zu sehr häuft", sagt Anika Rößler. In der Grundschule Siersleben ging der Unterricht dagegen fast normal über die Bühne. Von den 58 Kinder fehlten lediglich fünf. "Das liegt daran, dass die Kinder fast alle aus dem Ort sind", sagt Schulleiterin Claudia Becker.

Unterdessen hatten viele Autofahrer in den Morgenstunden mit glatten Straßen zu kämpfen. Auf der B 80 im Bereich Lüttchendorf machten Schneewehen den Fahrern zu schaffen. Ein Lkw geriet dort ins Rutschen und stieß mit dem Heck gegen einen entgegenkommenden Pkw. Zum Glück blieb es bei Blechschaden. Zugeweht war in Röblingen Donnerstagvormittag die Stedtener Straße. Die Fahrbahn war lediglich in der Mitte befahrbar. Bei Gegenverkehr fuhren sich die ausweichenden Fahrzeuge teilweise im Schnee fest.

Die Situation stellte sich am Vormittag in den verschiedenen Regionen des Kreises unterschiedlich dar. Zeitweise schien sich die Wetterlage zu entspannen, sogar die Sonne schien. Dann allerdings nahm der Wind zu und sorgte auf vielen Straßen für Verwehungen. "Und genau die machen uns mächtig zu schaffen", so Ute Kraft, Prokuristin der Verkehrsgesellschaft Südharz. Am Nachmittag gab es beispielsweise noch erhebliche Probleme im Bereich Gerbstedt und Rothenschirmbach. Dabei hatte der Tag besser begonnen als befürchtet. "Wir konnten bereits um 7 Uhr die wichtigen Linien zwischen Eisleben und Aschersleben beziehungsweise zwischen Eisleben und Hettstedt wieder auf Tour schicken", so Kraft. Mit dem Schneefall und dem Wind wurde es zum Nachmittag auf den Straßen wieder problematischer. Ob heute alle Busse planmäßig rollen, dafür könne sie keine Garantie geben. Schwierigkeiten hatten Donnerstagabend auch Laster in Polleben bei den Anstiegen sowohl in Richtung Halle als auch in Richtung Thälmannschacht. Stau herrschte auch auf der A 38 bei Eisleben.

Zuletzt geändert am: Freitag, den 10. Dezember 2010 um 22:31 Uhr
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