Freitag, den 03. Dezember 2010 um 09:45 Uhr

Erkundungen in der Tiefe

Geschrieben von  MZ
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HETTSTEDT/MZ. Spezialisten einer Firma aus Niederröblingen sind derzeit in der Hettstedter Klubhausstraße auf Erkundungstour. Dort war bei Pflasterarbeiten ein Stück Erde eingebrochen, unter der ein Hohlraum zum Vorschein kam. "Wir ergründen jetzt, an welchen Stellen hier alles noch Hohlräume sind", sagt Aribert Schneider von der Firma Bergbau, Stollen- und Tunnelbau Mansfeld.

Eine akute Gefahr, dass es zu weiteren Erdeinbrüchen komme, sehe er nicht. In der Klubhausstraße hat man zunächst eine Teufe gesetzt. Von dort arbeitet man sich Stück für Stück voran. "Das ist alles sehr aufwändig", sagt Aribert Schneider. Großartig Technik komme dabei nicht zum Einsatz. Mit Hacke und Presslufthammer gehe man in etwa sechs Meter Tiefe vorsichtig vorwärts. Das lose Gestein wandert in einen Container, die frei gelegten Bereiche würden sofort mit Stahlprofilen gesichert, so Schneider.


Fakt ist, dass die Hohlräume in dem Bereich mit dem Bergbau zu tun haben. Allerdings ist derzeit noch unklar, wie alt die Hohlräume sind. Bis jetzt habe man noch nichts gefunden, das einen Hinweis auf eine bestimmte Zeit geben könnte. Auch über die Dimension könne bisher lediglich spekuliert werden. Genaueres würden die Experten sicherlich in den kommenden Wochen herausfinden. Vermutet wird, dass es mit einem Stollen in Zusammenhang stehen könnte, der sich einst zwischen Siersleben und Hettstedt befand.

In Hettstedt hat es in der Vergangenheit schon des öfteren Erdfälle gegeben. So etwa vor gut zwei Jahren am Hartwigsberg. Dabei handelte es sich bei dem Loch um einen Teil eines ehemaligen Kupferschiefer-Schachtes aus den Urzeiten des Hettstedter Bergbaus. Experten hatten dies anhand des Bruchs sowie Haldenresten erkannt.

Oder in der Gartenstraße, in der in den vergangenen Jahren gleich mehrere Löcher augenscheinlich geworden waren. Auch dort sind die Auswirkungen des Bergbaus aus dem Zeitraum zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert sichtbar geworden. Wie am Weinberg, werden diese Hohlräume verfüllt.

Zuletzt geändert am: Freitag, den 03. Dezember 2010 um 10:16 Uhr
MZ

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