Arbeiten vorübergehend gestoppt
Auftraggeber für die Entsorgung war NMB-Geschäftsführer Michael du Bois. Dieser hatte am Dienstag die Firma angewiesen, die Arbeiten einzustellen. Gegenüber dem Umweltamt des Kreises Mansfeld-Südharz habe er erklärt, weitere Maßnahmen seien nicht notwendig. Der Kreis aber pocht auf die Gefahrenabwehr. Deshalb sei die Fortführung der Arbeiten angeordnet worden, sagte eine Landkreissprecherin. Die Kosten wolle man sich von NMB erstatten lassen. Im Gespräch sind derzeit 150 000 Euro.
Erklärung angekündigt
NMB-Chef du Bois soll indes den Behörden erklärt haben, er habe die Säure bei Versuchen zur Auslaugung von Metallen aus so genannten Arm-Erzen verbraucht. Dies wird aber von den zuständigen Stellen als abwegig bezeichnet, da es bislang auf dem Firmengelände keine Technik für solche Laugungsverfahren gebe. Du Bois hat nun für kommenden Montag eine Erklärung angekündigt.
Der an dem Forschungsprojekt beteiligte hallesche Universitätsprofessor Gregor Borg hatte gegenüber der MZ erklärt, dass du Bois wohl etwas vorschnell die Säure eingelagert habe. Denn derzeit liefen noch Experimente für eine mechanische Konzentration des aus alten Bergbau-Halden stammenden Erzmaterials. Mit Laugungsversuchen in einer Pilotanlage sei frühestens 2012 zu rechnen. Allerdings nur dann, wenn Laborversuche erfolgreich verliefen, so Borg.


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